Ferienzeit im Heimat- und Geschichtsverein

In diesem Jahr fiel auch das Grillfest des Heimat- und Geschichtsvereins schon in die Sommerferien. Bekanntlich verreisen Senioren zu anderen Zeiten, und so war das „sommerliche Familienfest“ eine willkommene Abwechslung. Ein gut bestücktes Kuchenbuffet – betreut von den ehrenamtlichen Bäckerinnen – sorgte für die Erfüllung der süßen Wünsche.


Später war dann Grillen angesagt. Seit Jahren finden sich männliche Mitglieder, die nicht nur bei der Einrichtung des Museumshofes am Vortage helfen, sondern auch trotz oft hoher sommerlicher Temperaturen die Arbeit des Grillens auf sich nehmen. Unsere Anerkennung und unser Dank sollen ihnen und allen Helferinnen und Helfer gelten.
Aber auch der 3. Aktionssonntag des Vereins war ein voller Erfolg. Die Firma Stuck Beltz hatte wieder zwei ihrer Mitarbeiter, Niklas Knop und Stefan Nötzold geschickt, die mit großer Sachkenntnis die Möglichkeiten der Gipsverarbeitung im privaten -und Hobbybereich demonstrierten. Den ganzen Nachmittag war der Vorführungstisch von Kids umlagert, die Wappen und Ornamente unter Anleitung der kompetenten „Gipser“ „gossen“. Diese beiden hatten aber auch ein besonderes Geschick, die „Minis“ anzusprechen und mit ihnen zu arbeiten. Die Begeisterung war groß.


Martin Gustorff, seines Zeichens pensionierter Lehrer – im Erstberuf Buchbinder – zeigte Jung und Alt wie man der eigenen Zettelwirtschaft Herr werden kann, in dem man kleine Büchlein bindet. Beachtenswert dabei die Kunst, mit Nadel und Faden die Blätter zusammenzuhalten.
Gerd Langendonk, öffentlich bestellter Vermessungsingenieur, hatte alte Geräte und Karten mitgebracht, die einen Einblick in die Geschichte der Geodäsie gaben. Aus einer alten Katasteramtsaufzeichnung aus dem Jahre 1824 war die Lage des Heimatmuseums zu ersehen und die Ursprünge der Gegend in der es liegt.
An den Aktionssonntagen des Heimatvereins werden Berufe und Fertigkeiten gezeigt, die „man“ zwar kennt, aber so nah noch nicht erlebt hat. Fast 90 Besucher interessierten sich an diesem Sonntag.

Parade in der Bonner Innenstadt

Auch der Heimat- und Geschichtsverein Beuel am Rhein nahm an der Parade in der Bonner Innenstadt anlässlich der 650 Jahrfeier von Pützchens Markt teil. 15 Wäsche-rinnen und Wäscher in ihren Traditionskostümen führten Exponate des Heimatmuseums Beuel mit: die Schöreskaar, bepackt mit Wäsche, rumpelte über das Pflaster des Zugweges ebenso wie der Handwagen, in dem dieses Mal keine schmutzige Wäsche transportiert wurde, sondern ein kecker Dreijähriger saß, dem die Füße weh taten und sich deshalb von seinen Schwestern, zwei feschen Wäscherjungen, ziehen ließ. Die Wäscherinnen hatten ihr „Handwerkszeug“ dabei: eine Waschbütt, Plättchen, Zange und Stößel. Vorneweg wurde die Vereinsfahne getragen und ein Drehorgelspieler machte diese wunderschöne Gruppe komplett.

Wieder zu sehen ist sie beim historischen Festzug in Pützchen am 08. September zur Eröffnung von Pützchens Markt, an dem sie schon mehrere Jahre teilgenommen hat.

Internationaler Museumstag 2017 und 11. Bonner Theaternacht

Einen Hinweis „Scheune wegen Überfüllung geschlossen“ hätte der Heimat- und Geschichtsverein an der Tür des Heimatmuseums anbringen können. Die Besucher saßen, als kein Stuhl mehr frei war, auf der Treppe, auf dem Fußboden und standen auf jedem freien Platz, um Florian Kalff, dem Veteran des Poetry Slam, anlässlich der 11. Bonner Theaternacht zuzuhören.

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