Täglich grüßt die Zahnbürste

Im Schlafzimmer des Museums hängen an einem Gestell am Wasch-tisch zwei Zahnbürsten. Die rechte Zahnbürste hat Naturborsten, ei-nen Holzgriff und einen silberfarbenen Aufdruck „Garantie“. Wie alt sie ist, kann ich leider nicht sagen, aber solche Zahnbürsten werden auch heute noch angeboten. Die linke Zahnbürste mit Kunststoffgriff ist von der Firma Fuchs, einem großen Zahnbürstenhersteller.

Um 1700 entwickelte ein Thüringer aus Bad Tennstedt eine Zahn-bürste. Ihm zu Ehren steht in dem Ort ein riesiges Zahnbürstendenk-mal

Zahnbürsten mit Pferde-, Kuhhaaren oder Schweineborsten, mit Griffen aus Holz oder Metall waren noch im 18. Jahrhundert ein Lu-xusgut der Wohlhabenden. Napoleon besaß eine Zahnbürste mit Sil-bergriff.

Ab 1938, mit der Erfindung des Nylons, wurde eine billige Massen-herstellung von Zahnbürsten möglich. Diese Zahnbürsten mit Bürst-chen aus Nylon waren aber so hart, dass Zahnfleischverletzungen vorkommen konnten.

Erst 1950 war weicheres Nylon verfügbar, das sich besser eignete.

Der Marktrenner der Bürstenindustrie ist heute die Zahnbürste, denn sie wird schon in der KITA pädagogisch begleitet, während sonstige Bürsten und Besen kaum noch gebraucht werden.

Inke Kuster

Quelle: Wikipedia