Die Minna, die dröppelt

ist keine Frau, sie steht aber für eine Tasse Kaffee parat.

Sie ist eine bauchige Kaffeekanne auf dem Tisch in der Guten Stube. Sie gehörte zur europäischen Kaffeekultur des 17. Jahrhunderts und war Mittelpunkt der Kaffeetafel bis sie Anfang des 19. Jahrhunderts von der Kanne mit Ausgusstülle abgelöst wurde.

Früher wurde der Kaffee in der Kanne aufgebrüht, Filter gab es noch nicht, so dass der Kaffeesatz den Zapfkran verstopfte und der Kaffee nur noch dröppelte, tröpfelte. Dies und die an die „Minna“, das Dienstmädchen, erinnernde Form der Kanne gaben den Namen, wobei „Minna“ die Kurzform von Wilhelmine ist.

Inke Kuster

Quelle: Wikipedia