Der HGV am Mellensee

33 Mitglieder reisten am 8. September für eine Woche ostwärts Richtung Berlin an den Mellensee. Statt eines  Berichtes über den zeitlichen Ablauf dieser Woche nachfolgend Erlebnisse und Erkenntnisse, die in Erinnerung bleiben.

Das Wetter: Bis auf die Fahrt am ersten Wochentag nach und durch Berlin im strömenden Regen erlebten wir die übrigen Tage mit Sonnenschein und nachsommerlicher Wärme. Beeindruckend die allabendlichen Mondaufgänge über dem Mellensee.

Reiseleiter Dietmar, ein waschechter Berliner, nie um einen humorvollen Kommentar verlegen, mit Erfahrung, viel wWssen, Einschätzung von Baustellen, an denen es in und auch um Berlin nicht mangelt, weshalb unsere Fahrten vielfach durch weniger vom Besucher-Busverkehr belastete Stadtviertel oder Gebiete führte, aber nicht wenig aufschlussreich waren.

Die von Dietmar geführten Ausflüge in die Metropole Berlin, in die Lutherstadt Wittenberg, in den Spreewald mit Kahnfahrt und Imbiss, in die märkische Heide mit Scheunenwindmühle in das Museumsdorf Glashütte nach Potsdam mit Sanssouci.

Ein vom Leiter des örtlichen Heimatvereins geführter Rundgang durch Klausdorf /Mellensee   mit interessanten Erklärungen zu Verhältnissen vor und nach der Wende( nicht nur in Klausdorf sondern auch übers Land die vielen neugedeckten Dächer mit glasierten   Dachziegeln) die am Seeufer gelegenen nicht öffentlich zugängigen Grundstücke mit villenähnlichen Gebäuden, anderseits der Straße die oft weniger passablen Baulichkeiten aus der Zeit vor 1989.

Die wahrgenommenen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung Kahnfahrt auf dem Mellensee, Draisinenfahrt auf der stillgelegten Trasse der Königlichen Preußischen Militäreisenbahn von Zossen nach Mellensee und zurück, Genuss des Nachmittagskaffee auf der Hotelterrasse mit Blick über den See, Wanderung in der Umgebung. 

Der eingangsgeschilderte Regen begrenzte Bummel und Shopping in Berlin, sehr zum Leidwesen der Damen, Potsdam bot in dieser Beziehung keinen Ausgleich.

Was noch erwähnenswert wäre: Original-Kommentar von Herrn Dietmar Steigüber der Vorbeifahrt an der Großbaustelle Flughafen BER (auch in der Hauptstadt ein Streitthema: Zeitverzug bis zur auch heute noch ungewissen Inbetriebnahme und die Kostenexplosion.

Ein Beispiel: täglich eine Million Euro  für Strom u.a. werden alle Geschosse des fertigen nicht benutzten Parkhauses nachts und tagsüber beleuchtet,: zur Erhaltung der Gebäudesubstanz wird die notwendige Durchlüftung durch die tägliche Durchfahrt von 6 leeren Bundesbahnzügen durch den unter dem Gebäudekomplex liegenden Tiefbahnhof vermeintlich gesichert.

Von der Existenz des Berliner „ Bauhauses “ konnten wir uns bei der Stadtrundfahrt überzeugen. Bei Bau der Mauer durch die DDR wurde ein zum Ortsteil gehörender Geländezwickel in Unkenntnis der Zugehörigkeit ausgeklammert. Ein cleverer baufreudiger Türke nutzte die fehlende Zuständigkeit der West-Verwaltung und entwickelte eine rege Bautätigkeit mit Paletten und anderem Altmaterial, es entstand eine Hütte, die er bezog. Da es keine Einwände gab, führte die Erweiterung zu einem Komplex = das Bauhaus, das jetzt Bestandschutz besitzt.

Bericht: Willi Richarz