Zunftzeichen „Frisör“ – Als der Friseur noch kein Hairartist war

In der oberen Etage im Fachwerkhaus  hängt ein Blechteller….

Früher pendelte solch ein Teller im Wind vor einem Friseursalon. Mit dem Schild „Friseur“ ist die Zuordnung klar, denn wer kennt es überhaupt noch, das alte Zunftzeichen. In Bonn gibt es wohl kein solches Schild mehr.

Der Metallteller zeigt ein Barbier(Rasier)becken aus der Barbier-, Bader- und Wundarztzunft, auf dem der Rasierschaum geschlagen wurde.

Solch ein Schild führt uns aber auch tief ins Mittelalter, als der Bader mit solch einem Becken durchs Dorf lief, auf das Becken schlug und damit kund tat, dass das Bad bereitet war.

Solch ein Schild animierte viele Buben, mit einem Stock gegen das Schild zu schlagen, was den Friseurmeister erzürnte. Aber auch der pfiffigste der Buben musste irgendwann mal wieder zum Friseur, wo ihm dann der Kopf gewaschen wurde.

Inke Kuster

Quellen:

·     Drexler, Siegmund: Von Haarsträubendem bis Haarscharf. Hessisches Ärzteblatt 6/2016

·     Wikipedia