Mundart im Heimat- und Geschichtsverein Beuel am Rhein

Gleich zweimal in einer Woche füllte sich die Scheune des Heimatmuseums Beuel mit Liebhabern von Mundartlichem.

Ursula Becker und Hans Lennarz erfreuten zum dritten Mal in Folge Freunde und Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Beuel am Rhein mit Gedichten und Geschichten zur Advents- und Weihnachtszeit. Manche der älteren Besucher hatten in ihrer Kindheit unsere Mundart noch als tägliche Umgangssprache und erfreuten sich an Geschichten über „de Zinte Meertes“ oder de „Kloos“. Die „Advents-Singers“, eine Gruppe von singenden Frauen, begleitet von einer Akkordeonspielerin, sangen dazu.

Der bayrische Dichter Ludwig Thoma, uns bekannt von seinen „Lausbubengeschichten“, schrieb im ersten Weltkrieg seine Version von der „Heiligen Nacht“.

Wolfgang Schlachter, ein echter Bayer, trug diese Legende am Sonntag in stimmungsvoller Weise den Zuhörern vor. Immer wieder eingefügt waren die an Stubenmusik erinnerten kleinen Weisen der jungen Harfenistin Annke Thiele.

Dies und ein passend gestaltetes Bühnenbild sorgten für die Würdigung der weihnachtlichen Botschaft bei den Zuhörern. Nicht jedes Wort der bayrischen Mundart war vom Kopf her zu verstehen, aber mit dem Herzen verstand jeder.

 

Text: Gertrude Jöbsch