Schnorrenbergstrasse

Ein wenig versteckt und fast so unbekannt wie die Bedeutung ihrer Bezeichnung liegen die beiden Straßen in Neu-Vilich. Neu-Vilich ist das Wohngebiet zwischen Siegburger Straße und DB-Linie bzw. der Bundesstraße 56a.

Verlässt man die Siegburger Straße an der Kreuzung Pützchens Chaussee – Pfaffenweg nach links, befindet man sich in der Gartenstraße, die über die Deutsche Bahn und die Bundesstraße 56a bis zum Vilicher Friedhof führt.

Vorher aber wird sie von der Gerhardstraße gekreuzt, von der die Schnorrenbergstraße abzweigt. Interessant ist die Bezeichnung dieser Straße ihrer Herkunft nach. Im Adressbuch von 1932/3

Wird sie „Gerhardstraße“ genannt, vorher hieß sie Siegburger Weg und verlief über die Bahn und die Bundesstraße bis zur Clemensstraße. Mit Ratsbeschluß vom 27.06.1960 wurde dies geändert . Heute endet die Gerhardstraße am Friedhof Platanenweg.

Zur Bezeichnung dieser Straße gibt es folgende Erklärung: Über diesen früheren Felsweg erreichte man auch die alte Flur “Im Gerhardstal“ bei Pützchen. Nach einer Notiz von Josef Dietz wird bereits 1329 ein Acker „in loco dicto Gerolzdal“ erwähnt.

(Quelle: Studien zur Heimatgeschichte des Stadtbezirkes Bonn- Beuel, Heft 22

ALTE UND NEUE STRASSENNAMEN IM GEBIET DER EHEMALIGEN STADT BEUEL)

Wie schon erwähnt zweigt sie von der Gerhardstraße ab,und führt durch ein mit Einfamilienhäusern dicht besiedeltes Gebiet bis zu einem Kinderspielplatz, der sich unterhalb der Bundesstraße befindet.

Ein für diese Gegend ungewöhnliches Holzhaus bildet den spitzen Winkel, der das Ende der Schevastesstraße markiert.

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Text: Hildegund Ferdinand

Fotos: Horst Kollack