Am Bonner Bogen

Der „Bonner Bogen“ liegt auf der rechten Rheinseite in Beuel. Für einen Spaziergang entlang des Rheines von Beuel her ist er ein lohnendes Ziel. Doch auch der Weg dorthin bietet manch Interessantes.

Beginnend am Johannes-Bücher-Platz (Canale Grande) sieht man zunächst die Skulptur „Am Strom“, die der Künstler Robby Gebhardt 1987 der Stadt Bonn schenkte. (Im Augenblick ist wegen der Fortführung des Hochwasserschutzes am Rheinufer die Skulptur abgebaut)
Die Kanus der SSF, die Boote der Universität und die des Wassersportvereins lenken immer wieder die Aufmerksamkeit auf das Wasser.
Wissenswert ist auch, dass die Straße, die man begeht, früher der Treidelpfad für die Pferde war, die die Schiffe rheinaufwärts zogen. Bis zum Ausbau der Straße im Jahre 1979 war dies gut erkennbar.
Hinter dickem Gebüsch in Höhe der einmündenden Kreuzherrenstraße befindet sich das alte Wasserwerk. Es hat bis 1968 die Beueler mit Wasser versorgt. Für den Fall eines Notstandes wird es aufrecht erhalten. (Quelle: Beueler Chronik von C.J. Bachem)

Wussten Sie, dass sich auf der Wiese mit den großen Bäumen bis 1967 das Beueler Strandbad befand? Aus Gründen des Wasserschutzrechtes musste dieses seit 1928 bestehende Bad abgerissen werden. (Quelle: Küdinghoven – unser Dorf/ Bürgerverein Küdinghoven).

Wassersportler fühlen sich gut beschützt durch die Anwesenheit der DLRG. Seit 1976 mietete die DLRG von der Stadt Bonn die Gebäude, die vorher zur Bootswerft Schmitting gehörten.

Nachdem die Rhenusallee in die Rheinaustraße eingemündet ist- die im übrigen hier endet- steht versteckt hinter Bäumen im Garten eines Hauses der „Müllestomp“. Er ist die malerische Ruine einer Windmühle, die ursprünglich im dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Für die Beueler holt der Klapperstorch hier die Babies her.
Weiter führt uns der Spaziergang an der Trajektschneise vorbei.
Am Trajekt wurde bis 1914 in Oberkassel ankommende Züge auf ein Schiff – eine Ponte – gefahren, um den Rhein zu queren. Auf der Bonner Seite zog eine Lokomotive den Zug wieder herunter und beförderte die Waggons bis zum Bonner Bahnhof.
Die auf dem Stich erkennende Verladerampe der Zementfabrik
wurde nach deren Abriss als Fortsetzung unseres Spazierweges ausgebaut.

Bis zur Straßenbe-nennung „Am Bonner Bogen“ gab es an-dere Varianten. Zunächst hieß das Areal „Zementfabrik“. Die Stadt Bonn als spätere Eigentümerin des Geländes, nannte es „Innovationspark Bonn Visio“, der Investor schließlich „Bonner Bogen“.

Im Laufe der Zeit entstanden bzw. entstehen große Gebäudekomplexe, die Rheinwerk I und II bzw. III bezeichnet werden.
Mitten hindurch verläuft die Rheinwerkallee.
Das Ziel ist nun erreicht. In der zum Restaurant ausgebauten „Rohmühle“, dem früheren Verwaltungsgebäude, oder im benachbarten Hotel Kameha ist ein Verweilen mit Rheinblick ein Vergnügen.