Adelheidisstraße

Die Adelheidisstraße, benannt nach der ersten Vilicher Äbtissin Adelheid (+1015),zweigt in der Höhe des neuen Friedhofs von der B 56 ab. Sie verläuft zunächst in Richtung Vilich-Müldorf und biegt beim Beginn der Schultheißstraße nach Geislar ab.Dieser zweite Abschnitt der Adelheidisstraße ist außer-ordentlich geschichtsträchtig .

Auf der linken Seite (in Richtung Geislar) steht das ehemalige Adelheidisstift, das heute dem Kloster der Cellitinnen zur hl. Maria in Köln gehört und als Altersheim genutzt wird. Es folgt die Stiftskirche St.Peter mit dem Vilicher Friedhof.Am Kirchplatz an der früheren Schulstraße (heute Adelheidisstraße 6) liegen die ehemalige Stiftsschule aus dem Jahr 1787 und der Erweiterungsbau aus dem Jahr 1834.

In den Gebäuden findet heute wieder Unterricht statt. Auf der rechten Seite der Straße sind bis zur Einmündung der Schillerstraße das alte Pastorat zu erwähnen und das Hospitälchen, das seit den Tagen der hl. Adelheid der Krankenpflege und

der Armenspeisung diente. Der Bau, den wir vor uns sehen, stammt aus dem Jahr 1661. Gegenüber dem Adelheidis-Hospital steht das älteste Kirchhofportal der Immunitätsmauer, ein romanischer Torbogen nach 1200.

Von dem Anfang der Schillerstraße führt der ehemalige Burgweg zur Burg Lede . Am Burgweg (heute Adelheidisstraße 3 ) steht das Wohnhaus von Leonhard Stroof, dem ersten Bürgermeister der Gemeinde Vilich . Er richtete hier 1809 die Verwaltung der Munizipalität ein und übte sein Amt bis zu seinem Tod 1825 in diesem Haus aus. In direkter Nachbarschaft zum Stroof`schen Haus gab es an der Ecke Burgweg /Schillerstraße ein bekanntes Haus aus dem 18.Jahrhundert, den Gasthof Düsterwald ,der leider 1971 abgerissen wurde.

Text: Hildegund Ferdinand