6. Aktionssonntag im Heimatmuseum Beuel

Vom suure Kappes und den Honigbienen

Auch unser edles Sauerkraut
wir sollen’s nicht vergessen.
Ein Deutscher hat’s zuerst gebaut,
drum ist’s ein deutsches Essen“

Hier irrt Ludwig Uhland, denn Gemüse durch Milchgärung haltbar zu machen, ist in vielen Kulturen bekannt. Nur uns, 3 Mitarbeiterinnen des Beueler Heimatmuseums, war die Herstellung nicht bekannt. Dabei ist es so einfach: Benötigt werden Weißkohl, Salz und Druck. Der Kohl wird mit dem Kappeshobel in feine Streifen geschnitten und in einen Spezialtopf mit Salz schichtweise eingefüllt. Dazu heißt es stampfen, was die Besucher, besonders die Kinder, bei unserer Sauerkrautaktion gerne taten.
Nun steht der Topf warm und die Bakterien können mit ihrer Arbeit beginnen.

Neben der sauren gab es auch die süße Seite des Lebens im Museum zu sehen. Dafür war der Imker Felix Elschner mit seinem Freund Gernot Nürnberger mit vielen Anschauungsmaterialen gekommen. Mit Hilfe der Exponate wurde vom Imker der Lebenszyklus der Bienen veranschaulicht; die Kinder konnten z. B. Wände in die Beuten einlöten und Waben einschmelzen. Diese Mitmachaktion wurde von den Besuchern mit großem Interesse wahrgenommen. Unermüdlich beantworteten die Bienenfreunde Fragen der Besucher. So konnte erfahren werden, dass die Bienenstöcke an ausgesuchten Standorten in unserer näheren Umgebung stehen, da die regionale Herkunft des Honigs für unseren Organismus gesundheitsfördernd ist. Wichtig wäre auch die Unterstützung der Bienen durch das Anpflanzen Nektar-spendender Pflanzen. Lassen Sie Löwenzahn und Co doch einmal etwas höher wachsen, damit Sie auch weiterhin den Geschmack des Sommers auf ihrem Frühstückstisch schmecken können.

Alle, Akteure und Gäste, genossen den besonderen Geist des Museums, der durch den Genuss von Kaffee und Kuchen auch auf der Zunge intensiviert werden konnte.

Plakat Aktionssonntage