Open-Air Schauspiel im Heimatmuseum Beuel

Ein „Sommernachtstraum“ aus Sicht der Geschäftsführung

Anfang Mai kam Jürgen Becker, Direktor der „Brotfabrik“, mehr oder weniger verzweifelt zu uns, weil von seinem Projekt Sommernachtstraum wohl nur noch der Traum übrig zu bleiben drohte.

Er hatte angedacht, mit den Schauspielschülern der Alanus Hochschule die Shakespeare Komödie anlässlich des 400- jährigen Todestag des Dichters auf die Bühne zu bringen. Aufführunsort sollte die Ermekeilkaserne sein, die sich aber kurzfristig für andere Projekte entschied. „Versuchen wir es im Heimatmuseum Beuel“ meinte Jürgen Becker.
Sahen wir zunächst unsere Bereitschaft als „Hilfe“ für die Brotfabrik und die Studenten, so wurde uns bald klar, dass ein Open-Air Schauspiel für den Heimatverein mit seinem Museum eine echte Herausforderung sein könnte.
Bei den ersten Besprechungen mit den Beteiligten äußerten diese ihre Begeisterung über das Ambiente des Museums; der Innenhof ideal als Aufführungsort für den Sommernachtstraum!
„Wo soll die Bühne sein? Wo sollen die Zuschauer sitzen?“ Fragen über Fragen, an deren Beantwortung wir immer beteiligt waren; unsere Ratschläge auf Grund von Erfahrung wurden dankbar angenommen. Wenn auch noch kein Theaterensemble bei uns zu Gast war, so wussten wir doch aufgrund der Feste und Veranstaltungen, die bei uns häufig stattfinden, wo und wie die Abendsonne steht oder wie Lautsprecher geschickt einzusetzen sind.
Als dann die Unterbringung der Requisite und die „Garderoben“ der Schauspieler geklärt waren, begannen die Proben!
Die Studenten probten zunächst ohne ihren Professor. Sie brachten ihre eigene Interpretation des Schauspiels zum Ausdruck, und für uns – Zuschauer aus dem Büro – ohne Textbuch. Wenige Tage vor der Premiere gab es dann täglich Proben, mit großer Ausdauer immer wieder dieselben Szenen unter Anleitung von Professor und Regisseur.
Generalprobe! Große Aufregung, Hektik, Nervosität der Darsteller, trotzdem freundlich, diszipliniert! Vielleicht hätten wir uns andere Kostüme vorstellen können, doch die Möglichkeiten der Studenten, die mit dieser Inszenierung ihr Diplom erwerben konnten, sind sicherlich beschränkt.
Die Premiere war dann ein großer Erfolg. Das Wetter spielte mit,
die Plätze im Museumshof waren fast alle besetzt und der angebotene Imbiss wurde gern angenommen.
Nach anhaltendem Beifall lud Jürgen Becker als Veranstalter alle
Zuschauer zu einem Glas Sekt ein.
Viele der Besucher kannten unser Museum noch nicht und waren begeistert. Sie versprachen wiederzukommen. Warten wir es ab!