Krokantmaschine für das Heimatmuseum

Nein, das Heimatmuseum stellt auch in Zukunft keinen Krokant her! Trotzdem freuten sich der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Volker Engel, und der Museumsleiter, Hans Lennarz, dass dem Heimatmuseum ein neues Exponat geschenkt wurde.

Helmut Kessler, der Seniorchef der weltweit bekannten Firma KESSKO, überreichte mit erklärenden Worten – die Maschine selbst ist zu schwer – die mehr als 50 Jahre alte Maschine. Während er die noch verhängte Informationstafel von ihrem Tuch befreite, erzählte er aus der Familiengeschichte. Die Firma KESSKO ist das einzige Industrie-unternehmen in Beuel, das sich nach mehr als 100 Jahren noch in Familienbesitz befindet.

Chefkonditor Reiner Burgunder berichtete von der seinerzeit schweren Arbeit an dieser Maschine. Eine offene, heiße Gasflamme erhitzte Zucker und andere Zutaten, die ständig in dem großen Kupferkessel gerührt werden mussten. Die Firmenleitung versuchte durch ausreichend zur Verfügung gestelltes Wasser, die Arbeit zu erleichtern.

Heute bereiten moderne Maschinen, die nach ergonomischen Gesichtpunkten konzipiert sind, die Köstlichkeit.

Hans Lennarz wies in seiner Ansprache noch darauf hin, dass die Industriegeschichte Beuels für das Heimatmuseum ein ernstes Anliegen ist.

Mit einem Glas Sekt und natürlich Krokantproben wurde das neue Exponat willkommen geheißen.

Lebhaften Beifall fand der letzte Satz von Helmut Kessler, als er andeutete, für die nächsten 10 Jahre zur Betreuung der Maschine einen Obolus zu hinterlassen.