Kloster Heisterbach

Zur Führung des ehemaligen Klostergeländes Heisterbach trafen sich 22 HGV Mitglieder am 19.April am Torhaus.

Von der Abtei Himmerod siedelten Mönche zuerst in alten Gebäuden auf dem Petersberg. Unten im Tal fanden sie dann eine Stelle, wo es einen Steinbruch, Wasser/Bach, Südhänge für Weingärten und Buchen, genannt Heister, für ihr Kloster gab. An der stattlichen Kirche:B.88m L.44m, errichteten sie an dem oberen Längsschiff das Mönchshaus mit Zellen, Skriptorium und Schlafsaal. Von dort führte eine Treppe in die Kirche, da die täglichen 7 Gebete auch die Nächte einschloss. Es folgte der Kreuzgang und dann der Laienbruder-Trakt. Der Kreuzgang wurde durch einen Brunnen vor dem Speisesaal geschlossen. 6 Jahrhunderte lebten die Zisterzienser dort nach den reformierten Regeln des Hl. Benedikt. Die Säkularisation beendete ihr segensreiches Wirken. Die Gebäude, bis auf Zehntscheune, Brauhaus und Chorruine dienten profanen Bauten, z.B. der Feste Ehrenbreitstein.

Die Grafen zu Lippe-Biesterfeld erwarben den Rest und schufen- damals sehr modern- einen englischen Landschaftspark mit der Attraktion einer echten Ruine. Die Absis war am Übergang von der Romanik zur Gotik erbaut. Man baute ein Hotel, heute dient es als Heim kurze Zeit Müttern und Kindern in Not. Noch werden sie von 3 Celletinnen betreut, deren Orden wieder klösterliches Leben zurückbrachten. Sie errichteten eine kleine Dankeskapelle. Ende des 20.Jahrh.gründeten Kulturinteressierte Menschen die Stiftung: Abtei Heisterbach. Sie markierten mit weißen Steinen den Grundriss der klösterlichen Anlage, stellten die Ruine eine Mantelschutz—Madonna, sie hatte Bernhard von Clairvaux als einzige Darstellung der Kirchen geduldet. Auch zäunte man den kleinen Friedhof ein, um die wenigen, seltenen Wild-oder Weinbergtulpen dort zu schützen. Kreuzritter hatten sie einst mitgebracht. Zehntscheune und Brauhaus konnten nicht mehr besichtigt werden, der Frühlingsmarkt hatte Stände aufgebaut. Zur Einkehr wanderte man ins Weinhaus Lichtenberg.