Eröffnung der Sonderausstellung Rhein(an)sichten

In der Scheune des Heimatmuseums Beuel wurde eine neue Sonderausstellung eröffnet: „Rhein(an)sichten – Leben mit dem Rhein im Wandel der Zeit, Impressionen zwischen Wesseling und Bad Honnef“.

Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Volker Engel, begrüßte die Gäste und dankte für die fleißige Mitarbeit bei den Vorbereitungen, sprach dabei besonders Reinhold Schmerbeck an. Der Museumsleiter Hans Lennarz hob seine Freude hervor, diese Wanderausstellung nun auch präsentieren zu können, und gab das Wort an die Projektleiterin Dr. Inge Steinsträßer weiter. Sie erzählte von ihrer einjährigen Tätigkeit mit 25 Bonner Bürgern und ihrer aller Freude an der Recherche über das Verhalten der Menschen am Strom, bei ihrer Arbeit, dem Wohnen und ihrer Freizeitgestaltung.

Nach dem offiziellen Teil, vor dem persönlichen Rundgang, wurde ein „Siebengebirgs-Tropfen“ angeboten.

Auf zahlreichen großen Tafeln werden Kultur(ge)schichten und Rhein(an)sichten sehr anschaulich dargestellt. Für Beuel steht das Wäschereiwesen im Vordergrund, der Ursprung der Weiberfastnacht dieses Bonner Stadtteiles, mit einer eigenen Tafel. Die Gewerbe im Siebengebirge sind angesprochen, der Weinbau an den sonnigen Hängen, auch der Hobby-Wingert findet sich. Burgen der Region, bekannte Villen in Bonn und den Bädern Godesberg und Honnef werden gezeigt, nebst ihren Besitzern.
Die Tafeln zu Dichtkunst und Rheinlyrik erinnern an Heinrich Heine, Hoffmann von Fallersleben und den poln.-franz. Dichter Guillaume Apollinaire; sie finden sich auch wieder bei den Geschichten der Rheinquerungen.

Das Treideln am Flussufer, die Fischerei, der Bonner Bogen in alter und neuer Gestalt erwartet den Betrachter – ach, es gibt so vieles zu sehen, zu lesen und bestaunen!

Besucher werden freundlich eingeladen, an einem Mittwoch-, Samstag- oder Sonntagnachmittag durch diese Ausstellung zu wandern, die noch bis zum 26. Oktober zu sehen ist.