Ein Besuch im Siebengebirgsmuseum

15 interessierte Mitglieder hatten sich entschlossen trotz bitterer Kälte nach Königswinter zu fahren, um dem neugestalteten Siebengebirgsmuseum einen Besuch abzustatten.

Ein geschickt komponiertes Panaromabild des Siebengebirges mit dem Rhein im Vordergrund empfing uns in der großzügigen Eingangshalle, die, wie wir später erfuhren, auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Eine kompetente Führung brachte uns zu den verschiedenen Stationen des Hauses.

Die Landschaft, seit Jahrhunderten geprägt durch den Abbau der unterschiedlichsten Gesteinsarten, wurde eindrucksvoll an Hand von Dioramen, Schaubildern und benutzten Exponaten gezeigt. So erfuhren wir von den in der weiten Umgebung bekannten „Königswinterer Backöfen“, deren Steine in unterirdischen Steinbrüchen gewonnen wurden. In Erinnerung wurde uns gerufen, dass die Steine zum Bau des Kölner Doms aus dem Siebengebirge stammen. Der Rhein bot zum Transport schwerer Güter die beste Voraussetzung.

Schmunzelnd betrachteten wir die überdimensional große Schaufel, die der Sage nach, einer der sieben Riesen benutzt hat, die dem Rhein ein neues Bett gruben und beim Abklopfen der Schollen die sieben Berge entstehen ließen.

Im 19. Jahrhundert wuchs der Wohlstand und für viele wurde Reisen erschwinglich. Moderne Dampfschiffe auf dem Rhein und die Eisenbahn machten den Besuch in Königswinter möglich. Wir konnten sehen, was Reisende damals in ihren Koffer packten, wo sie logierten und wie sie mit dem Esel auf den Drachenfels ritten.

Der Sänger vom Drachenfels war noch zu bewundern, ebenso die Panoramabilder, die dem Schnellfotografen als Hintergrund dienten.

Unser Rundgang endete mit der Betrachtung der Bilder der sogenannten „RheinRomantik“.

Auffallend und für diejenigen, die schon einmal vor Jahren diese Ausstellung besuchten, war die Kompositionsfähigkeit der Künstler beeindruckend. Reale Regionen waren phantasievoll zusammengesetzt.

Mit der Betrachtung mancher solcher Gemälde endete der Nachmittag im Siebengebirgsmuseum, der seinen Ausklang in einem gemütlichen Café fand.