Besuch im Arithmeum

Stellen Sie sich vor, sie hätten einen kleinen geformten Stein, der einem Brot ähnelt. Diesen geben Sie Ihrem Bäcker und erwarten dafür ein Brot.
So oder ähnlich muss man sich 3000 Jahre vor Chr. die Zahlungsweise vorstellen. Die Menschen damals hatten von Zahlen, Zählen und Zuordnungen keine Vorstellungen.

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Ein Schäfer z. B. legte für jedes Schaf, das seinen Pferch verließ, einen Stein zur Seite.
Am Abend legte er für jedes Schaf, das den Pferch betrat einen Stein zurück.
So einfach war das; für unseren heutigen Umgang mit Zahlen und Ziffern unvorstellbar.
Dies alles und noch viel mehr erfuhren 20 Teilnehmer der Führung durch das Arithmeum.
Die ständige Ausstellung „Rechnen einst und heute“ liefert anschauliche Beispiele für die Entwicklung des maschinellen Rechnens. Gezeigt werden neben historischen Rechen-maschinen auch Rechenhilfsmittel wie der Abakus, historische Rechenbücher oder Rechenstäbe.
Manche von uns erkannten in der Ausstellung mechanische Rechenmaschinen, die bis in die 50iger Jahre noch zu der Einrichtung jedes Büros gehörten.
Interessant für die Zuhörer die schrittweise Entwicklung zu unseren heutigen Computern.
Dabei spielt das Element Silizium eine wichtige Rolle
Der Begriff Silizium leitet sich vom lateinischen Wort silex (Kieselstein, Feuerstein) ab. Er bringt zum Ausdruck, dass Silizium häufiger Bestandteil vieler Minerale ist. Erst als reines Silizium ist es brauchbar für die Informationsaufnahme der Computer.
Das Arithmeum ist ein Ausstellungsgebäude im Forschungsinstitut für Diskrete Mathematik der Universität Bonn, welches zur Vermittlung von wissenschaftlichen und technischen Fakten dient und die fast größte Sammlung von Rechenmaschinen enthält.
Trotz des schwierigen komplexen Themas war die Führung interessant und meistens verständlich für Nichtmathematiker.