Besuch der Namen-Jesu-Kirche

15 Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins besuchten die Namen- Jesu- Kirche in der Bonngasse Frau Ewert-Frings, die Stadtführerin, begann mit der Entstehungsgeschichte vor der Kirche.


1681 fand ein Waldarbeiter im Rheinbacher Wald ein Stück Holz, auf dem er in der Rinde die Buchstaben IHS zu erkennen glaubte. Sie bedeuten die Initialen Christus: Jesus, Heiland, Seligmacher.
Er ließ dieses Holz dem Kurfürsten Maximilian Heinrich zukommen. Dieser beschloss,
mit 50 000 Taler aus seiner Privatschatulle eine Kirche für die Jesuiten in Bonn bauen zu lassen. Er sah eine Verbindung von den Initialen Jesu Christi zu den Jesuiten, der Gesellschaft Jesu.
Diese nahmen das Geschenk an, wollten aber Einfluss auf die Gestaltung des Gotteshauses nehmen. Die Außenfassade weist sowohl romanische als auch gotische Elemente auf. Damit soll die Beständigkeit der Kirche symbolisiert werden.
Der Kurhut, umrahmt von kleinen Putten, weist auf den Kurfürsten als Bauherr hin.
Bei der Renovierung in den letzten Jahren wurden für die Innenausstattung die ursprünglichen Farben Blau, Gold und Rot beibehalten.
Die Altäre sind zwar aus der Zeit des Barocks aber nicht aus dieser Kirche, da mehrere Kriege diese zerstörten.
Der „eigenartige“ Altar wurde aus dem Stamm der „Dicken Eiche“ aus dem Kottenforst gefertigt. Durch ein Holz entstand die Idee zu dieser Kirche, ein „Stück“ Holz sollte der Mittelpunkt der Kirche – der Altar- sein. Der Bildhauer Klaus Simon vollendete die quer verlaufende Blitzspur zu einem Kreuz.
Die Kirche ist heute Bischofssitz der Altkatholiken und offen für christliche Veranstaltungen.
Man sollte öfters hingehen, um dieses schöne Bauwerk noch besser kennenzulernen.