Die Römer in Köln

Der Heimat- und Geschichtsverein Beuel am Rhein wurde von Prof. Peter Noelke durch das Römisch-Germanische Museum geführt. Es war für manche der erste Besuch in diesem Haus, das schon von seiner Standortwahl hoch interessant war.

Anfang des zweiten Weltkrieges wurde beim Bau eines Luftschutzbunkers in der Nähe des Kölner Domes ein Mosaik freigelegt, das Dionysos-Mosaik. Es hat seinen Namen von einem in der Mitte des Mosaiks platzierten Medaillons, das Dionysos, den Gott des Weines und der Freuden darstellt. Das Dionysosmosaik ist mit 27 mehrfarbigen Medaillons geschmückt, die Szenen um Dionysos, aber auch Jahreszeiten, Früchte und Vögel zeigen. Insgesamt besteht das 70 m² große Mosaik aus 1,5 Millionen „tesserae“ (lat. für Viereck), kleinen Steinchen aus Stein, Keramik oder Glas. Um das Mosaik zu schützen hat man es mit Sand bedeckt und um es herum 1974 das Römisch – Germanische – Museum erbaut.

Prof. Noelke zeigte uns dann im ersten Stock ein Stück der römischen Stadtmauer und erzählte dabei wie aus Colonia Claudia Ara Agrippinensium der Name Köln wurde.

Die Glassammlung, die wir anschauten gehört zu den bedeutendsten in Europa.

Es handelte sich meistens um Grabbeilagen, da die Römer glaubten, auch im Jenseits die Dinge des täglichen Lebens zu benötigen. Dazu gehörten Trinkbecher und Karaffen, aber auch Behälter für Kosmetika. Wir sahen Urnen aus Glas, in denen bei Auffindung noch die Überreste einer Feuerbestattung vorhanden waren.

Später sahen wir noch Vitrinen mit dem Schmuck der Römer. Als Schmuckstein verwendeten sie Bernstein und Gagat (Jet), eine versteinerte Braunkohle.

Wir bedankten uns bei Prof. Noelke, weil er uns einen kleinen Überblick über die Einrichtung und die Fülle von Exponaten vermittelt hatte. Wir waren der Meinung, dass es sich lohnt, wieder zu kommen.

Text: Gertrude Jöbsch

Fotos: Horst Kollack