„Der Tauscher“ und andere hintergründige Geschichten

Bodo Mario Woltiri ließ uns am Sonntagmorgen hören, wie phantasievoll es sich mit unserer deutschen Sprache umgehen lässt.

Er begann mit einem Couplet zur Abhäng ich keit. Die Möglichkeiten des Abhängig-Seins

in Verbindung mit dem eigenen Ego entlockten den Zuhörern nicht nur ein Schmunzeln, sondern fanden, auch uneingeschränkte Zustimmung.

In seiner Prosaerzählung „Der Tauscher“ und dem Kriminalroman „Die gute Note“ erzählte er von Absonderlichkeiten, die nur ein Mensch mit differenziertem Vorstellungsvermögen sich auszudenken vermag.

Wir erfreuten uns daran, wie er „Grillen“ persiflierte und sich nicht scheute, auch Gott Vater zu diesem Thema mit ins Gespräch zu nehmen oder unsere Nationalfarben mit SCHWARZ wie Kohle, ROT wie Fleisch und GOLD wie Senf zu interpretieren.

Schließlich widmete er dem „Ei“ noch seine Aufmerksamkeit, indem er es sowohl kulinarisch als auch politisch viel sei tig betrachtete.

Ralf Nielsen begleitete den Wortkünstler einfühlsam auf seiner Gitarre und unterhielt uns mit eigenen Kompositionen.

Bodo Mario Woltiri gehört der Vereinigung Christlicher Künstler „DasRad“ (sic !) an, die im Café Podcast in Bonn ihr Forum hat. Dort trat er 2008 mit seinem eigenen Kabarettprogramm „Einer muss dran glauben“ an die Öffentlichkeit.

Matinées am Sonntagmorgen im Heimat- und Geschichtsverein erfreuen sich großer Beliebtheit. Nach zwei Stunden war dieses Mal ein vergnüglicher, doch auch nachdenklich stimmender Vormittag zu Ende.