Studienfahrt nach Rügen

16. bis 23. Oktober 2011

Seit acht Jahren ist der Heimat- und Geschichtsverein um diese Zeit ist unterwegs. Die neuen Bundesländer waren immer das Ziel. Land und Leute dieser uns lange verschlossenen Region kennen zu lernen sah der Verein als vornehmste Aufgabe.


Dieses Jahr war das Ziel die Insel Rügen.
46 Mitglieder nahmen die lange Busfahrt auf sich, um im Nord-Osten Deutschlands die größte Insel zu erkunden.
Sonnenschein und Kälte, starken Wind und Flaute konnten wir in der Urlaubswoche erleben.
Die Tage waren ausgefüllt mit Aktivitäten. Eine Fahrt mit dem Rasenden Roland, der von Seebad zu Seebad fuhr, eine Schifffahrt zu den berühmten Kreidefelsen bei Windstärke 6 oder stundenlangen Wanderungen an der Ostsee entlang werden in schöner Erinnerung bleiben.
Die Gegensätze auf Rügen sind beeindruckend. Die sogenannte Bäderarchitektur wie sie in den Jahren um die Jahrhundertwende 18. /19. Jahrhundert entstand beherrscht die Innenstädte von Binz und Sellin.
In Mönchgut, dem ursprünglichen Teil der Insel ist die von Zisterzienser erbaute Kirche mit dem Altar von 1480 durchaus sehenswert; ebenso wie das Schulmuseum, in dem wir von einer „Lehrerin“ examiniert wurden. Das urige Gasthaus hier „Zur Linde“ soll das älteste der Insel sein. Nur wenige Häuser am Dorfsee gelegen machen die Idylle komplett.
Rügen im Nord-Westen vorgelagert liegt die Insel Hiddensee.
Eine Stunde mit dem Fährschiff brachte uns dorthin. Hiddensee besteht aus den Orten Kloster, Vitte, Neuendorf und einigen Gasthäusern für Touristen. Eine alte Kirche mit einem Gewölbe, das mit Rosen ausgemalt ist, und einem schwebenden Engel ist sehenswert. Doch zweifels-ohne ist das Gerhart-Hauptmann- Haus die Attraktion der Insel. Die Räume sind noch immer so eingerichtet wie zu Lebzeiten des Dichters. Von 1926 bis 1943 lebte er hier in den Sommermonaten mit seiner Familie.
Die Woche auf der Insel Rügen war erlebnisreich und viel zu schnell zu Ende.