Schönes Wetter, gute Laune und viele, viele Blumen

33 Mitglieder und Freunde des Heimat- und Geschichtsvereins machten sich zu einem Besuch der Bundesgartenschau in Koblenz auf.

Von Andrea Kollack bestens organisiert klappte Zugfahrt, Kauf der Eintrittskarten und der Kontakt mit der Dame, die uns für zwei Stunden durch die BUGA führen wollte.

Der Schlossvorplatz empfängt den Besucher mit weißen und in allen Gelbtönen leuch-tenden Farben in Form einer Kaiserkrone. Denn Kaiserin Augusta hatte über eine lange Zeit mit ihren Kindern hier gelebt, wenn ihr Mann, der Kaiser, (Wilhelm I.) in Frankfurt beschäftigt war. Das Schloss wurde im zweiten Weltkrieg zerstört, danach aber wieder originalgetreu aufgebaut.

Der Schlosspark mit seinen alten Bäumen spendete Schatten und lud auf der Wiese darunter auf roten Kissen und Klangbildern lauschend zum Verweilen ein. Wir erfuhren, dass bei dieser BUGA kein Verbot für das Betreten des Rasens ausgesprochen wurde; auch Kinder durften nach Herzenslust dort spielen.

Die Fahrt mit der Seilbahn war für viele ein Erlebnis. Den Rhein auf diese Art und Weise zu überqueren, war auch für uns „Bötchenfahrer“ von Beuel ungewöhnlich.

Hier oben auf dem Ehrenbreitstein, der Festung alter Tage, sahen wir Blütenpracht ohne Ende. Über die Rosen erfuhren wir, dass sie bis zum Erblühen in dieser Fülle, fünf Jahre hatten lernen müssen. Die Aufgabe hieß duftreich, winterhart und Ungeziefer resistent zu sein.

In der Abteilung Gartengestaltung waren algenfreie Teiche zu sehen, beim Anblick der verschiedenen Gemüsesorten in den Beeten konnten Bauern und Hobbygärtner neidisch werden. Kohlköpfe glichen einander wie ein Ei dem anderen.

Ein hölzernes „Bauwerk“ erhebt sich, das in Serpentinen zur Aussichtsplattform führt, von wo es einen imposanten Panoramablick über das Rheintal gibt.

Bis man oben ist wird in Bild und Ton, sowie zahlreichen Exponaten vom Wald im Wandel der Zeiten erzählt.

In zellenartigen Pavillons wird der Vielfalt des Lebens nachgespürt. Den Ruf der Fleder-maus macht der Besucher in einem aus lauter Holzscheiten zusammen gefügten Bau mit seinen Schritten selber hörbar; Leuchtstreifen sind im Boden eingelassen, die das akustische Signal der Fledermäuse auslösen.

Erfahren konnte man über eine Vielzahl von Kirschen, die es heute nicht mehr gibt. Ebenso gab es eine Fotodokumentation über arten- und sortenreiche Streuobstwiesen, die heute nicht mehr gefragt sind.

Auch der Toten wurde gedacht, indem Anregungen sowohl für den Grabstein als auch für die Bepflanzung gegeben wurden.

Wieder zurück mit der Seilbahn, lohnte sich noch ein Besuch zu der Stelle, wo Rhein und Mosel sich begegnen, dem Deutschen Eck.

Inmitten von Blumenbeeten luden Biergärten zum „Verschnaufen“ ein. Ein Blick noch zu den Vorschlägen, wie lauschige Plätze in einem Garten gestaltet werden können, den im Wasser planschenden Kids, und dann war es Zeit durch die belebte Fußgängerzone von Koblenz zum Bahnhof zu gehen.

Alle waren pünktlich und begeistert von diesem schönen Tag.