Studienfahrt des Heimat- und Geschichtsvereins am Rhein

37 Mitglieder und Freunde des Heimat- und Geschichtsvereins reisten zum 7. Mal mit SKAN-TOURS in die neuen Bundesländer. 40 Jahre hatten wir “Wessis“ nur wenig Gelegenheit Land und Leute kennen zu lernen. SKAN-TOURS war für uns das richtige Unter-nehmen, diese Lücke zu füllen.

In diesem Jahr führte die achttägige Reise in den Osten Deutschlands bis hinein nach Polen.

Unser Standort im AKZENT CONGRESS HOTEL in Hoyerswerda war Ausgangspunkt für die Tagesausflüge.

Am ersten Tag fuhren wir nach Dresden. Nach einer ausführlichen Stadtrundfahrt hatten wir Zeit, noch einmal die Prachtbauten August des Starken näher zu betrachten und zu bewundern.

Die Frauenkirche, Semperoper, Zwinger, um nur einige zu nennen waren schon zu DDR Zeiten zum Teil wieder aufgebaut. Der Canaletto Blick bestätigt wahrlich den Vergleich mit italienischen Städten und gibt Dresden den Namen „Elbflorenz“.

Görlitz, eine im Krieg nicht zerstörte Stadt, begeisterte uns so, dass einige aus der Grup-pe an freien Tagen noch einmal dorthin fuhren. Ein Gang durch die Stadt bedeutete einen Gang durch die Stilrichtungen der Jahrhunderte. Dies verdeutlicht besonders der Unter-markt. Der Rathausturm mit seiner berühmten Treppe stammt aus den Jahren 1537/39. Ebenfalls die ehemalige Münze ist ein Renaissancebau von 1556. Das Rathaus selbst ist 1902/03 gebaut und weist in seiner oberen Etage auf den 1346 gegründeten Sechs-städtebund hin: Görlitz, Zittau Löbau, Kamenz, Bautzen und Lauban, die einst ein Schutzbündnis gegen Raubritter bildeten.

Beeindruckend war für uns der Flüsterbogen und das Hallenhaus, das typisch ist für Görlitz.

Im schönsten Jugendstil präsentierte sich das ehemalige Kaufhaus Herti, gebaut 1913, heute nur noch begehrt als Filmkulisse.

Durch einen unbekannten Sponser, der seit 16 Jahren der Stadt Görlitz jährlich 500.000,00 € zukommen lässt, ist es der Stadt möglich gewesen, 70% ihrer Bausubstanz zu restaurieren.

Der nächste Tag führte uns nach Hirschberg – Jelana Gora – eine Stadt am Fuße des Riesengebirges. Sie vermittelte uns einen kleinen Einblick in das ehemalige deutsche Schlesien, der Heimat einiger unserer Mitreisenden. Die Kirche Wang, eine mittelalterliche Stabholzkirche aus Norwegen, wurde 1841 vom peußichen König Friedrich Wilhelm IV. erworben. Sie sollte auf der Pfaueninsel aufgestellt werden. Da dieses Projekt aber nicht verwirklicht werden konnte, schenkte er sie der bedürftigen evangelischen Gemeinde in Krummhübel im Riesengebirge. Wir hatten Gelegenheit, sie zu besuchen.

Auch die noch fakultativ zu buchenden Ausflüge wurden von einem Teil unserer Reisegruppe positiv aufgenommen und genutzt.

Die Tagesreisen führten auf den Spuren von Fürst Pückler nach Bad Muskau und Branitz, wo seine kunstvoll angelegten Gärten begeisterten. So wohl Cottbus und der Spreewald als auch ein kleiner Abstecher zum Polenmarkt vervollständigten die Fahrten.

Das Busunternehmen „Glockenland“ mit seinem Fahrer Martin sorgte für sichere Hin- und Rückfahrt und ließ Raum für unsere rheinischen Frohnaturen.