Spaziergang am Rhein mit Besuch des Hotel Kameha

Nun hat Bonn auch ein Fünfsterne Hotel! Und wo steht es? Natürlich auf der Sonnenseite Bonns in Beuel.


Was liegt näher, als dass der Heimat- und Geschichtsverein sich dort einmal umsieht.
Ein einstündiger Spaziergang entlang des Rheins ergab interessante Informationen, die auch manchem Beueler Einwohner unbekannt bzw. in Vergessenheit geraten waren.
Wie interessant zu hören, dass der schöne Spazierweg bis zum Beginn der Bundesgar-tenschau im Jahre 1979 noch immer wie ein Treidelpfad aussah, auf dem die Pferde in früheren Jahrhunderten die Lastkähne stromaufwärts zogen.
Wir erfuhren, dass Wassersport schon seit 1925 hier sehr intensiv betrieben wurde, und heute seine Fortsetzung im SSF, dem Hochschulsport Bonn und dem Bonner Ruderclub findet.
Ein altes Wasserwerk mit Brunnentiefen bis zu 21 m wird für Notfälle in ständiger Bereit-schaft gehalten. Es liegt versteckt in einer Baumgruppe.

Auch ein eigenes Strandbad besaß Beuel bis 1967.

Wer heute auf dem Strom in Not gerät, wird von den Helfern der DLRG gerettet, die hier ihren Standort hat. Alte Gleise weisen noch auf den früheren Betrieb einer Bootswerft hin.

Der „Müllestump“, Ruine einer alten Mühle, beherbergt dem Volkmund nach die kleinen Kinder, bis der Storch sie zu ihren Müttern bringt.

Mit diesen zum Teil kurzweiligen und die Männerwelt interessierenden Einzelheiten verging der Spaziergang wie im Fluge, und wir warteten gespannt auf das Erlebnis „Kameha“. Riesige Glocken am Eingang, eine imponierende Lobby mit mehreren Points, Größe, Weite und sehr nette Mitarbeiter empfingen uns zur Hausführung. „Kameha“, die Lilie in der Hawaianischen Sprache beherrschte das Haus. Sowohl der Fußboden der Halle als auch die bemalten Rheinkiesel von überdimensionaler Größe hatten die Lilie als Motiv.

Kleine und große Konferenz- und Tagungsräume, ausgestattet mit allen modernen Medien, erwarten die Gäste für Seminare und Workshops.
Im Wellnessbereich bietet das Haus alles, was heute darunter zu verstehen ist: Swimmingpool, Sauna, Massagen etc.
Geschlafen wird in komfortablen Doppelzimmern mit Rheinblick. PC Anschluss, Fernseher, eine Bar gehören zur Ausstattung. Die Bäder sind großzügig und funktionell.

Immer wieder staunten wir über die Größe und Großzügigkeit in diesem Haus. Der uns begleitende Besucherdienst erklärte, dass dies von Anfang an das Konzept des Bauherrn gewesen sei.

So erwartete uns auch in der Brasserie eine gut sortierte Kaffeetafel mit freundlicher Bedienung, großen Kaffeekannen und großen Preisen.

„Man muss es mal gesehen haben“, war der Kommentar unserer Mitglieder.