Schöne Madonnen am Rhein

20 Mitglieder und Freunde des Heimatvereins trafen sich im Rheinischen Landesmuseum zu der Ausstellung „Schöne Madonnen am Rhein“.

Uwe Fich führte uns mit seiner bekanntlich sachkundigen aber auch humorvollen Art durch die Madonnen des Mittelalters. Wir erfuhren, dass die Mutter Gottes mit wenigen Ausnahmen immer als Königin mit Krone und Zepter dargestellt wurde.
Die faltenreichen Gewänder weisen in ihrem Fall immer auf das Jesuskind hin, in dessen Hand sich oft ein Vogel befindet, der die kommende Leidensgeschichte andeutet.
Die Haltung der stehenden Madonna mutete uns seltsam an. Durch die Betonung von Stand- und Spielbein erschien sie uns als ein „S“.
Hingewiesen wurden wir auf die dargestellte fehlende Beziehung zwischen Mutter und Kind. Die Mutter schaute das Kind nicht an, und dieses seine Mutter auch nicht.

Diese Ausstellung zeigte uns bedeutende Mariendarstellungen aus aller Welt, die mehr als 600 Jahre alt waren. Erstaunlich, dass vor allem das Holz, aus dem sie geschnitzt wurden, sich so lange erhalten hat. Die meisten Skulpturen waren innen ausgehöhlt, um dem Reißen des Holzes entgegenzuwirken.
Eine Ausstellung, die dem Hang nach Schönem im Leben des Menschen voll Rechnung trägt.