Besuch beim Landtag in Düsseldorf

Bevor das alte Jahr zu Ende ging, machte der Heimat- und Geschichtsverein sich noch einmal auf zu einer gemeinsamen Fahrt auf.

Gerhart Lorth, einer der Bonner Landtagsabgeordneter, hatte uns zu einem Besuch in Düsseldorf eingeladen.

An der Landespolitik und der Landeshauptstadt zeigten sich 44 Mitglieder und Freunde des Vereins interessiert.

Nach den üblichen Sicherheitschecks bei Ankunft begrüßte uns Gerhart Lorth in der Lobby am Modell des Landtages. Größe und Ausmaß dieses vor etwa 20 Jahren gebauten Gebäudekomplexes ist schon gewaltig.

Anschließend wurden wir in einem Besucherraum von einem Beamten des Landtages erwartet, der uns zunächst die Nachkriegsgeschichte und als Folge die Bildung der heute bestehenden Bundesländer erläuterte.

Welche Vorteile ein föderalistischer Bundesstaat – aber vielleicht auch Nachteile – gegenüber einem zentralistischen hat, wurde uns klar, bei der Aufzählung der Zuständig-keiten unseres Bundeslandes.

Gut verständlich lernten wir an Hand einer Graphik die Begriffe „ sitzungsfreie Zeit“,

„Sitzungszeit“ und „Plenumszeit“ kennen. Wir erfuhren welche Wege ein Gesetz gehen muss, bis es veröffentlicht ist.

Politik findet nicht hinter verschlossenen Türen statt. Jedes Sitzungsprotokoll, jede Plenarsitzung ist durch die Medien der verschiedensten Art für jeden Bürger einsehbar.

Der nächste Programmpunkt war der Besuch im Plenarsaal. Er ist rund, auch die Sitze sind rund angeordnet. Bis auf den Landtagspräsidenten – im Augenblick eine Frau- sitzen alle auf einer Ebene. Jeder Abgeordnete hat seinen eigenen Platz, die Parteien sitzen zusammen. Eckplätze, die rückwärts versetzt stehen, dienen denjenigen, die nicht Landtagsabgeordnete sind, z. B. Mitarbeiter des Landtages oder der Landesregierung.

Auch im Zeitalter der Medien werden immer noch Parlamentsstenographen gebraucht.

Sie sitzen ebenfalls in der Runde, aber mehr zur Mitte hin, an einem extra Tisch. Ihre Aufgabe ist es, sinngemäß, aber in korrektem Deutsch, die Debatten und Reden festzuhalten.

Sie werden alle sieben Minuten abgelöst und stehen in der Besoldungsskala auf der Höhe eines Oberstudienrates.

Nach dem Besuch im Plenarsaal erklärte uns Gerhart Lorth seine Aufgaben. Er sprach über die Sorgen und Aufgaben der Polizei.

Einige von uns fuhren nach dem offiziellen Programm auf den Rheinturm, um die Aussicht auf Düsseldorf und das Umland zu genießen.

Düsseldorfs schön geschmückte Weihnachtsmärkte in der Altstadt waren das nächste Ziel.

Allmählich wurde es kalt und feucht, und wir waren froh, das Altstadt Restaurant zu erreichen, in dem wir zum gemeinsamen Abendessen eingeladen waren.

Gegen 21.00 Uhr fuhr der Bus wieder am Heimatmuseum vor. Es war ein sehr informativer und schöner Tag!