Besuch beim Hänneschen in Köln

24 Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins hatten ihre helle Freude im Hänneschen Theater in Köln. „Salve Hänneschen“ hieß das ‚Stück’, das uns in das Jahr 50 n. Chr. führte.


Der Statthalter Kölns, damals hieß die Stadt noch ‚oppidum ubiorum’ (Stadt der Ubier)
hatte Geburtstag . Sein Prokurator Schäl sollte ihm zu Ehren ein Fest mit Tanz, Theater und Kampfspielen veranstalten.
In Rom hatte die in Köln geborene Tochter des Germanicus, Agrippina, Kaiser Claudius geheiratet und wollte, dass ihr eigener Sohn Nero Kaiser würde. Dieser aber war als Schwächling bekannt, weil seine Vorlieben dem Theater und dem Lyraspiel galten. Deshalb zog Agrippina nach Köln, um ihn an den Spielen in der Arena teilnehmen zu lassen, damit aus ihm endlich ein Mann römischen Vorbilds würde.

Unser Hänneschen, das aus einer Bauernfamilie am Rande der Stadt stammt, mag zwar keine Römer, aber die Kampfspiele liebt es. Es lernt Nero kennen und vereinbart mit ihm, als Nero in der Arena zu kämpfen. Hänneschen siegt auf der ganzen Linie und gibt dann seine Identität preis. Nero verspricht seiner Mutter , eines Tages Kaiser zu werden, wenn sie Hänneschen mit hohen Auszeichnungen ehrt und Köln zu einer Stadt Römischen Rechts macht. Oppidum ubiorum heißt seit der Zeit ‚Colonia Claudia Ara Agrippinensium’.