Wandern mit Monika Spengler

Der Heimat- und Geschichtsverein wandert wieder!

Monika Spengler bot an, in Frau Kaisers Fußstapfen zu treten und wieder Wanderungen für den Verein anzubieten und damit eine Tradition fortzusetzen.


Die erste Wanderung sollte von Oberholtorf über den Weinwanderweg nach Oberdollendorf führen. Da der „General-Verschweiger” das Ziel der Wanderung verschwiegen hatte, war die Resonanz spärlich; wir waren zu Viert, aber wir verstanden uns auf Anhieb bestens und bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir mit dem Bus nach Oberholtorf. Dort schauten wir uns die Ergebnisse der archäologischen Grabung der frühmittelalterlichen Kirche an- schließlich sind wir ein Geschichts-verein. Es war schön, durch den frühsommerlichen Wald zu wandern und später den Blick von der Hülle auf das Rheintal, die Weinberge von Oberdollendorf (es ist das nördlichste geschlossene Weinbaugebiet Deutschlands) und die Höhenzüge der Eifel zu genießen. Durch die Weinberge wanderten wir nach Oberdollendorf und ließen die Wanderung auf der Terrasse im Weingut Sülz ausklingen.
Die nächste Wanderung sollte uns von der Margarethenhöhe durch das Nachtigallental nach Kö-nigswinter führen. Inzwischen hatte es sich herumgesprochen, dass wir wandern. Es trafen sich am Adenauerplatz 10 Damen und zwei Herren. Wieder hatten wir Petrus auf unserer Seite. Mit Bahn und Bus ging es zur Margarethenhöhe. Rasch waren wir am Milchhäuschen. Wir waren froh, einen großen, schattigen Tisch zu ergattern und legten eine ausgiebige Rast ein. Auf der weiteren Wan-derung genossen wir den Ausblick auf die Drachenburg und das Rheintal, waren dann aber ent-täuscht; das Nachtigallental war gesperrt, da Tags zuvor ein Unwetter niedergegangen war und dieser romantische Weg unpassierbar war. (Nachtigallen haben wir aber trotzdem gehört).- Nach einer kurzen Besichtigung der Kirche in Königswinter war geplant, durch die malerischen Gassen der Stadt zu gehen und die bemerkenswerten historischen Gebäude anzuschauen; das Interesse der Teilnehmer war aber so gering, dass das Ganze am Rhein unter den Touristenströmen endete.

Urlaubsbedingt war eine längere Pause; die nächste Wanderung führte uns (wir waren 17 Damen- eine leider mit Sandalen nicht gerade wandermäßig ausgerüstet) von der Margarethenhöhe über Kloster Heisterbach nach Oberdollendorf. Trotz angesagter Gewitter hatten wir wunderschönes Wetter, so dass wir uns in Kloster Heisterbach entsprechend der Bedeutung des Ortes lange aufhielten und die Anlage und die aktuellen Grabungen ausgiebig anschauen konnten. Leider ist die sehr informative Ausstellung nur am Sonntag geöffnet. Ich hatte mir diese vorher mit meinem Mann angeschaut und konnte so einiges davon erzählen. Durch das idyllische Mühlental ging es zum Weingut Sülz, wo wir dieses Mal im Garten am Fuß der Weinberge die Wanderung ausklingen ließen.
Die letzte Wanderung führte uns auf die andere Rheinseite in den Kottenforst. Von Röttgen aus wanderten wir am Kurfürstenweiher vorbei auf den teils schnurgeraden, meist immer gleich aus-sehenden einstigen Parforce-Schneisen zum Schönwaldhaus, kehrten in Villiprott ein und wan-derten nach Röttgen zurück. Wir kamen zu dem Schluss, dass unsere Rheinseite mit dem Sieben-gebirge in ihrer Ursprünglichkeit sehr viel reizvoller ist. Daher werden wir nächstes Mal wieder im Siebengebirge wandern.

(Monika Spengler)