Radtour zum Rolandsbogen

„Jo, mer san mem Radl do“, erklang es aus 12 Kehlen, die sich am Heimatmuseum zu einer Radtour verabredet hatten. Das Wetter hätte besser sein können, aber mit praktischer Kleidung und guter Stimmung erreichte man schnell über die Südbrücke die andere Rheinseite.

Das erste Ziel war der Campingplatz in Rolandswerth. Dort wurde eine kleine Rast gemacht. Noch 1 km mit dem Rad, und der Einstieg zum Rolandsbogen war erreicht. Hier wurden die Räder abgestellt. Nun ging es zu Fuß den sehr, sehr steilen Berg hinauf. Der Aufstieg war kurz, wurde aber trotzdem durch eine Verschnaufpause am Freiligrath- Denkmal unterbrochen. Das Denkmal erinnert an Ferdinand Freiligrath, der 1839 in Unkel sein Leben als freier Schriftsteller begann. In Unkel gibt es noch immer das nach ihm benannte Haus. Außer diesem Denkmal in Remagen – Rolandswerth gibt es ein weiteres in Cannstadt, wo der Dichter 1876 starb.
Am Rolandsbogen angekommen erwartete man die Vereinsmitglieder, für die Radtour und Fußweg zu beschwerlich waren und deshalb das Auto genommen hatten.
Man saß in fröhlicher Runde eine Weile zusammen, aß eine Kleinigkeit und hörte die immer wieder ans Herz rührende Geschichte vom Ritter Roland, der seine Liebste, die aus Kummer um seine lange Abwesenheit auf der Rheininsel Nonnenwerth Nonne geworden war, durch den Torbogen betrachtete, bis beide an einem Tag starben.
Die Autofahrer fuhren nach Hause, die Radfahrer liefen zu ihrem Rad, nicht ohne vorher im Schokoladencafé vor einem Regenschauer Zuflucht zu suchen und sich an den Köstlichkeiten zu laben.
Noch einmal goss der Himmel seinen Segen über die Radler, die aber gutgelaunt um 16.00 Uhr wieder in Beuel waren.