Literarischer Abend rund um das Handwerk

An diesem Abend widmete die Brauchtumspflege sich dem Handwerk. In ihrer Einleitung sprach Waltraud Kaiser von den Handwerksberufen, die in früheren Generationen einen anderen Stellenwert hatten als heute. Manche ihrer Art sind schon ausgestorben.

Die Museumsmösche sangen dann das Wäscherinnenlied. Was hätte es Treffenderes zum Einstand geben können, als dieses Lied in dieser Scheune, in der das Handwerk der Wäscherinnen und Wäscher mit all ihrer Mühe dargestellt ist.

Die alte Waschfrau von Adalbert von Chamisso erinnerte uns an Schulzeiten, in denen wir dieses Gedicht auswendig lernen mussten, ebenso wie „Die Heinzelmännchen“ von August Kopisch, in denen fast alle Handwerkberufe erwähnt werden. Interessant zu hören, dass nach Aussage von Waltraud Kaiser nirgendwo in der Literatur verzeichnet ist, dass die „Heinzelmännchen“ Köln zu zuordnen sind.

Das Lied über das „Flachsernten“ war der Auftakt, um von Leinewebern und Schneidern zu hören.

Fuhrmann und Fährmann ließen die Mösche im Gesangduell zu Wort kommen, aber auch der Seifensieder, einer der ausgestorbenen Berufe, erfuhr durch Waltraud Kaiser noch einmal Bedeutung.

Bevor uns „die traurige Geschichte vom dummen Hänschen“ noch trauriger stimmte, erfreuten wir uns an der Bedeutung überkommener Sprichwörter, wie ‚Handwerk hat goldenen Boden’, ‚Schuster bleib bei deinen Leisten’ u. ä.

Wie viele Facetten hat doch unsere deusche Literatur!