Das Brückenmännchen

Manches ist über das Brückenmännchen geschrieben worden, viel geredet, viel vermutet. In dem Faltblatt, das die Redaktion des Heimat- und Geschichtsvereins zusammenstellte und verteilte steht die Wahrheit über den lustigen Gesellen und seine Geschichte.

Viele Beueler hatten sich am 19. Januar eingefunden, als eine Nachbildung des Brückenmännchens enthüllt wurde.Es fand seinen Platz genau wie das weibliche Gegenstück – das Brückenweibchen,- in der Hochwasserschutzmauer am Beueler Rheinufer.

Nun schauen die beiden sich wieder an, genau wie an der alten Beueler Rheinbrücke von 1898.

Launige Reden wurden gehalten, aber auch Dankesworte an die Initiatoren ausgesprochen.

Lassen wir das Brückenmännchen selbst einmal zu Wort kommen. Aufgeschrieben hat dies sein „Retter“, der Gastwirt Philipp Otto, der es 1945 aus den Trümmern der Rheinbrücke barg.

Ein Gedicht

Die Welt, der ich hab’ angehört,

ist wüst und öde, ist zerstört,

vernichtet Haus und Habe.

O, trag mich aus den Trümmern fort,

an einem stillen Ruheort möchte’ rasten ich im Grabe.

Jedoch wenn’s Glück zieht wieder ein,

wenn wieder Lachen tönt am Rhein,

ja, ja, das möch’t ich sehen!

Dann steige Du zu mir herab

und öffne mir mein stilles Grab,

dann möcht’ ich’ auferstehen.


(Quelle: Die neue Rheinbrücke Bonn 1949; Hrsg.Stadt Bonn. Brücken durch die Jahrtausende v. Joh.Ignaz Schmitz S. 27)