Besuch des Olympia Museums

Sport ist doch wohl hauptsächlich das Interessengebiet von Männern, so dachten wir, als wir den Besuch im Olympia – Museum in Köln vorbereiteten.

Doch es kam anders. Sieben Frauen und drei Männer hörten fast zwei Stunden den Erzählungen des Museumsführers zu. Interessante Exponate wie der Achter von 1896 oder ein Segelschiff empfingen uns in der Eingangshalle. Interessant zu hören wie die Leistung im Stabhochsprung abhängig ist von dem Material aus dem der Stab beschaffen ist.

Ein rückwärts laufendes Band brachte uns die Geschichte der Olympischen Spiele in Erinnerung. Sie begannen 776 v. Chr. als nationale kulturelle Spiele- eigentlich Kämpfe- und dauerten 3 – 5 Tage. Frauen durften nicht teilnehmen und nicht zuschauen. Sie fanden alle vier Jahre statt; die Zeit zwischen den Spielen nannte man Olympiade. Ab 394 n. Chr. ruhten die Spiele wieder bis 1896 der französische Historiker und Pädagoge, Pierre Baron de Coubertin (1863 – 1937) sie neu aufleben ließ. Er wollte Sport als Mittel der Erziehung eingesetzt wissen. Die ersten Spiele der Neuzeit fanden in Athen statt.

Bevor wir die Exponate, die über mehr als hundert Jahre für die Spiele Verwendung fanden, besichtigten, konnten wir uns mit Turnvater Jahn beschäftigen. Er lebte von 1778 .1852 und verstand körperliche Ertüchtigung als nationale Erziehung.

An Hand von Zeichnungen konnten wir nachvollziehen, wie die heutigen Turngeräte sich aus Vorlagen der Natur entwickelten: Bäume zum Klettern- Sprossenwand, ein schmales Brett – Schwebebalken u. v. m.

Zum Schluss sahen wir auf dem Dach des Museums ein Sportfeld, das für alle Rasenspiele geeignet war. Hier, so wurde uns berichtet, können Schulklassen, die das Museum besichtigen, spielen.

Ein interessanter Nachmittag. Leider für den Aufwand zu wenig Teilnehmer.