Besuch der Konrad-Adenauer-Stiftung

15 Mitglieder und Freunde des Heimat-und Geschichtsvereins haben sich an einem „Sommersamstag“ im April aufgemacht, auf den Spuren unseres großen Politikers zu wandeln.

Für 15.00 Uhr waren wir in Rhöndorf in der Stiftung angemeldet. Zunächst sahen wir einen 30 minütigen Film, der das Wirken Adenauers in der Bonner Politik anschaulich demonstrierte. Fast alle von uns erinnerten sich wieder an die großen Tagen, die wir miterleben durften: Natoverträge, Römische Verträge, der Besuch Adenauers in der Sowjetunion und die anschließende Freilassung der Gefangenen. Die Aussöhnung mit dem Erbfeind Frankreich und die Freundschaft der zwei großen Männer Adenauer und De Gaule, sowie vieles andere, wurden uns in Bild und Ton, wieder ins Gedächtnis gerufen.

Anschließend gingen wir 158 Stufen zum Wohnhaus Adenauers hinauf. Diese ist er bis in seine letzten Lebenstage gegangen, um sein Auto zu erreichen.

Hier wurden uns von einer sachkundigen Führerin nicht nur persönliche Dinge Adenauers gezeigt, sondern auch seine vielfältige Lebensgeschichte aufgerollt.

Als Volljurist war er von 1917 bis 1933 Oberbürgermeister der Stadt Köln.

Die Nationalsozialisten schickten ihn 1933 ins Exil. 1945 versuchte er dann als Vorsitzender des parlamentarischen Rates die heutige Bundesrepublik zu gründen, was ihm auch gelang.

Seine erste Frau starb bevor er Oberbürgermeister wurde, seine zweite vor der Wahl zum Bundeskanzler.

Seine sieben Kinder und deren Nachfolger treffen sich jedes Jahr am zweiten Weihnachtstag im Haus am Zennigsweg. Dies war der Wunsch des sterbenden Konrad Adenauers, dem auch die Stiftung Rechnung trägt.

Das Haus wurde in den dreißiger Jahren gebaut, der Garten von Adenauer selbst gestaltet. Es ist alles so belassen, wie zu seinen Lebzeiten, ein gemütliches Heim mit manchen kostbaren Antiquitäten, aber eher bescheiden als prunkvoll.

Ein entscheidendes Stück deutscher Geschichte war heute wieder präsent geworden.

Zum Abschluss des Nachmittags tranken wir unsern Kaffee im Lieblings-Café Adenauers, bei Proffitlich.