Die Wäscherprinzessin Sandra II. Und Die LiKüRa-Pinzessin Jenny I: Zu Besuch Im Heimatmuseum

Der Himmel meinte es wieder einmal gut mit uns, als er die Sonne hell zum Besuch der Lieblichkeiten strahlen ließ.

Pünktlich um 15.00 Uhr zog Sandra II. mit Obermöön, Wäscherinnen und Bützoffieziere in die Museumscheune ein. Die Beueler Wäschwiiver aus dem Heimat- und Geschichtsverein hatten die Scheune wunderschön karnevalistisch ausgeschmückt und einen einladenden Kaffeetisch gedeckt.

„Wir freuen uns auf die gemütliche Kaffeestunde hier,“ sagte die Obermöhn, nachdem sie und ihr Damenkomitee begrüßt worden waren.

Als Überraschung gab es in diesem Jahr, die Wiederentdeckung der Wäscherprinzessin aus dem Jahre 1971, Helga I. Sie hatte Lust, noch einmal mit dem Zug zu gehen und den Besuch in der Scheune zu empfangen.

Die zweite Überraschung ergab sich mit der Vorstellung einer kleinen Broschüre, die Elisabeth Krämer verfasste. Sie hatte das erste Kostüm der Wäscherprinzessin entworfen und noch lange Jahre für viele Wäscherprinzessinen das Kostüm genäht. Wie so etwas zustande kommt, wieviel Mühe und Überlegungen es kostet bis solch ein prachtvolles Kleid „steht“, hat sie aufgeschrieben. Unter Mithilfe des Vereins konnte es zu Weiberfastnacht fertiggestellt und der Prinzessin überreicht werden.

Die Stimmung am Nachmittag war toll. Erstaunen äußerten die Gäste aus Mirecourt, die zwar unser rheinisches Platt nicht verstanden, an unseren Gesichtern aber die Fröhlichkeit ablesen konnten.

Wie immer zum Schluß gab es ein „Verzällche.“ Diesmal mit dem Titel Wat et nit alles jit, e rheinisch Verzällche für Jringese.

Mit der Beueler Nationalhymne von den flatternden Botzen geleiteten wir die Wäscher-prinzessin nach draußen.

Nach einer halbstündigen Pause begrüßten wir die Liküra-Prinzessin Jenny I. Sie kam aus dem Damenkreis „Mauerblümchen“ und mußte sich als solches begrüßen lassen.

Nachdem sie für die Junggesellen der drei Ennertdörfer 3 Eier für die nächste Eierkrone ausgeblasen hatte, Orden und Bützchen hin und her verteilt worden waren, kam „dat Billa“ unsere Putzfrau. Christel Honsdorf meisterte diese Rolle mit Bravour. Mit der notwendigen Bauernschläue und nur auf das Einheimsen von „Nüselen“ bedacht, führte sie als Pseudo-Besucherdienst durch das Museum.

Als Geschenk erhielten wir von unseren Besuchern eine alte Fahne der Junggesellen für unser Museum.

„Wir haben es mal wieder gut geschafft“, war die einhellige Meinung Der Beueler Wäschwiiver im Heimatverein und ihrer unentbehrlichen Männer.